„EIN SMARTER BEGLEITER“

17. Februar 2020

INTERVIEW MIT NILS KOHN ZUR AMPRIO BIKE INTELLIGENCE

Heute ist fast alles smart – von der Uhr bis zur Trinkflasche. Klar, dass ein innovatives E-Bike-System wie AMPRIO da noch eine Schippe drauflegt. Was das genau bedeutet? Wir wollen es genau wissen. Darum haben wir Nils Kohn besucht, seines Zeichens Tech-Wizard und im Team von AMPRIO für Connectivity zuständig. Wir treffen ihn im AMPRIO Entwicklungszentrum in Neuss. Zwischen Rechnern, Bikes und Kabeln. 

Nils, dein Königreich ist Connectivity und Bike Intelligence. Mal ganz einfach und aus dem Bauch: Was bedeutet das, was muss man sich darunter vorstellen?

Die Bike Intelligence ist ein smarter Begleiter, der dein Erlebnis beim Fahren verbessert. Das System kann damit ein Stück weit erkennen, was du vorhast. Dein Bike versteht dich also besser. Das bedeutet, es kann dich einfach ein Stück aktiver unterstützen. Individuell und auf viele Arten und Weisen. Zum Beispiel, damit du immer die Unterstützung vom Motor bekommst, die du gerade brauchst. Ohne, dass du viel einstellen musst. Unsere Faustregel heißt: Intelligent ist, was für den User einfach ist.

Das klingt ja schonmal gut. Aus was besteht denn die AMPRIO Bike Intelligence, aus welchen Komponenten? Oder anders gefragt: Wo steckt überall Intelligenz drin?

Zuerst ist da die Drive Unit mit der ganzen Steuerungsintelligenz. Also die verschiedenen Modi, die dich während deinen Fahrten unterstützen. Darüber hinaus gehört eine App dazu, mit der du dein Bike ganz individuell auf deine Bedürfnisse einstellen kannst. Außerdem bekommst du in der App Rückmeldung von deinem Bike, kannst Routen planen und dich navigieren lassen. Das sind die Hauptkomponenten.

Interview Bike Intelligence

Die Hauptkomponenten also. Was gibt es denn noch?

Zum Beispiel ein Webportal. Das ist quasi der verlängerte Arm der App, mit dem du zuhause dei-ne Fahrten und Erlebnisse nochmal anschauen kannst. Einfach eine Ergänzung, in der du Funktionen konfigurieren kannst, die auf einem kleinen Monitor ein bisschen schwierig zu bedienen sind. Darüber hinaus haben wir für die Zukunft noch eine ganze Schatzkiste an Ideen und coolen Features im Kopf.

Habt ihr euch da ein bestimmtes Ziel gesetzt, was ist der Leitgedanke?

Das Besondere bei am AMPRIO System ist, dass alle Bestandteile – Regelungstechnik, App, Webportal und so weiter – optimal zusammenpassen und aufeinander abgestimmt sind. Wir nennen das eine einheitliche User Experience. Darüber hinaus gehen wir mit unserem System dem Anwender noch einen Schritt weiter entgegen. Wir wollen, dass er sein Bike an die eigenen Bedürfnisse noch besser anpassen kann. Da stecken wir hier in der Entwicklung richtig viel Energie rein. Eben um dem Anwender ein einzigartiges Feeling zu vermitteln.

Das besondere ist also die einheitliche User Experience. Aber sag mal, was bedeutet das denn wirklich?

(Lacht) Das bedeutet, dass dein Bike dich einfach besser versteht. Du setzt dich drauf, fährst los, und es unterstützt dich bei dem, was du machst. Es gibt dir die Leistung, die du brauchst, wann du sie brauchst. Ohne dass du groß nachdenken musst. Ein smarter Begleiter eben.

Darüber hinaus kannst du die vielen verschiedenen Bestandteile und Features noch weiter an dich anpassen. Ein System, in das du im Laufe der Zeit immer tiefer eintauchst und für dich mehr rausholst – wenn du willst.

Interview Bike Intelligence

Was glaubst du, welches Feature kommt am besten an?

Ich denke, die progressiven Unterstützungsmodi werden echt Spaß machen. Dabei handelt es sich um Automatikmodi, die die Unterstützung vom Motor dynamisch regeln. Kurz gesagt: Der Fahrer bekommt die Leistung, die er gerade möchte. Also: Du fährst einen Hang rauf und brauchst mehr Leistung. Dann musst du im progressiven Modus nichts mehr einstellen, auf kei-nen Knopf drücken. Du trittst einfach ein bisschen mehr und ab geht’s.

Und wie funktioniert das?

Bei einem herkömmlichen Fahrmodus ist die Unterstützungsleistung immer abhängig von der Leistung, die der Fahrer einbringt. Das ist eine ziemlich starre Beziehung. Unsere progressiven Modi sind da viel dynamischer. Das System verarbeitet eine Mischung aus verschiedenen Sensorinformationen. Und daraus leitet es dann ab, ob ein Fahrer gerade mehr oder weniger Kraft braucht. Es geht also aktiv auf die Situation und den Fahrer ein.

Zum Schluss noch ein Blick über den Tellerrand: Kannst du uns einen Sneak Peek geben, was ihr in Sachen Connectivity längerfristig noch auf dem Schirm habt?

Auf längere Sicht haben wir Features im Blick, bei denen die Räder mit anderen Verkehrsteilneh-mern kommunizieren. Zum Beispiel, damit das Radfahren sicherer wird. Andere Verkehrsteilnehmer, seien es jetzt Autofahrer oder andere Biker, wissen dann besser Bescheid. Unfälle könnten seltener werden. Das ist aber nur eine von vielen Möglichkeiten dieser Technologie. Außerdem möchten wir das Bike noch eigenständiger machen, losgelöst von der App. Bei allem, was wir in Zukunft machen, behalten wir den Kern der AMPRIO Bike Intelligence im Auge: Für den User ist es ganz einfach, auch wenn das System dahinter ziemlich komplex ist.

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