„VOM START WEG DIREKTE BETREUUNG“

20. November 2019

INTERVIEW MIT THORSTEN KRILL ZUM AMPRIO SERVICEKONZEPT

Im Team von AMPRIO schreiben wir Service von Anfang an mit großem „S“. Was bedeutet das für Hersteller, Händler und Rider? Das wollte Kathi für euch genau wissen und hat sich deshalb kurzerhand Thorsten Krill geschnappt, einen der AMPRIO Gründerväter und neuerdings auch frisch gebackener Produktmanager und Vertriebsleiter.

Thorsten, du bist ein Mann der ersten Stunde. Service hat schon bei der ersten Idee für das AMPRIO Konzept eine Rolle gespielt. Was habt ihr euch dabei gedacht?

Wir haben in erster Linie an die Fahrradhersteller gedacht. Die möchten sich ja hauptsächlich auf ihre Bikes konzentrieren, möchten konstruieren und designen. Ein Gesamtsystem wie AMPRIO kommt da gerade recht: Batterie, HMI und natürlich der Mittelmotor aus einer Hand. Für den OEM bleibt einfach mehr Zeit für die Details am Bike, die nachher einen großen Unterschied machen. Zum Beispiel, um den kompakten AMPRIO Motor so zu integrieren, dass die Kettenstrebe besonders kurz bleibt. Und wir sind immer dabei und unterstützen mit Schulungen, Trainings und technischem Support.

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Für ein Start-up ist das doch bestimmt nicht einfach, mal eben ein internationales Servicenetz aus dem Boden zu stampfen, oder?

Für andere Start-ups vielleicht – aber wir sind als AMPRIO aus dem Rheinmetall Konzern entstanden. Starker Service ist praktisch Teil unserer DNA. Außerdem greifen wir auf das globale Netz der Motorservice zurück. Das ist der Unternehmensteil, der sich innerhalb von Rheinmetall Automotive um den Aftermarket kümmert. Die liefern schon heute Automotive-Ersatzteile in alle Welt. Klar, für den E-Bike-Markt denken wir ein wenig um. Aber was Servicelogistik angeht, kicken wir auf Anhieb mit in der Top-Liga.

Bis das AMPRIO Pedelec System in die Produktion geht, dauert es noch ein wenig. Was kannst du uns schon jetzt zum Servicekonzept sagen?

Für den AMPRIO Service haben wir ein Grobkonzept mit den Säulen Service, Training, Hotline. Das arbeiten wir gerade in den Details aus, damit unsere Kunden zum Produktionsstart 2021 voll durchstarten können.

Und was bedeutet das konkret für den OEM?

Vom Start weg direkte Betreuung. Das heißt, wir schulen seine Mitarbeiter. Entweder hier bei uns im Service-Bereich oder direkt vor Ort im Fahrrad-Assembly-Bereich, im Montagewerk. Für Fragen und Support gibt es dann auch eine Hotline. Und natürlich fahren wir raus zum Kunden. Unterstützen beim Verbau und den technischen Details. Das ist die Stufe eins.

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Und Stufe zwei?

Bei Stufe zwei denken wir an die Händler. Da möchten wir auch sehr stark schulen. Auf jeden Fall an unserem Standort im Service-Bereich. Aber wir denken natürlich auch noch über weitere Schulungskonzepte nach. Da schwebt uns ein Zertifikat vor. Einfach, um eine hohe Qualität in den ganzen Prozess zu bringen.

OEM, Händler – damit fehlt nur noch der Biker, der am Ende mit dem AMPRIO System unterwegs ist. Auf was kann ich mich als Endkunde freuen?

Für den Fahrradfahrer – und das ist natürlich auch für den OEM und den Händler ein Plus – ist uns wichtig, dass er so schnell wie möglich wieder mobil ist, sollte mal etwas schieflaufen. So das typische Szenario: Der Biker hat ein Problem, geht zum Händler. Und kann dann so früh es geht wieder fahren. Wir wollen also einen sehr kurzen Prozess einführen.

Wow, und wie geht das?

Wir haben da eine ganze Reihe von Ansätzen. Beispielsweise eine softwaregestützte Fehleranalyse. Aber wir denken auch in Richtung Hardware. Was kann man direkt am Bike überprüfen, um herauszufinden: Wo liegt das Problem? Kann es der Händler direkt beheben? Wenn nicht, tauscht der Händler die Komponente einfach über den AMPRIO Service aus. Ein anderes Thema ist Kalkulierbarkeit. Also der Biker kommt in den Laden, legt das Teil auf den Tisch und will wissen: Was kostet die Reparatur? Da wollen wir klare Antworten geben. Die Leitgedanken unserer Service-Philosophie sind immer Klarheit, Schnelligkeit und Berechenbarkeit.

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